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!!! Aktuelles zu den Kandidaten !!!

 


Liebe Mitglieder, Freunde und Unterstützer,

im Rahmen der anstehenden Landratswahl haben wir die Kandidatinnen und Kandidaten zu vier Tierschutzthemen befragt, die uns aktuell unter den Nägeln brennen.
Hier die verkürzte Version unserer Fragestellungen:

1. Viel Katzenelend entsteht durch nicht kastrierte Freigänger und deren unkontrolliertem Nachwuchs. Wie stehen Sie zur Kastrationspflicht für Freigänger Katzen?
2. Mit der Aufnahme und Versorgung von Fundtieren übernehmen die Tierheime eine Pflichtaufgabe der Gemeinden und werden dafür nur unzureichend entschädigt. Wie stehen Sie zu einer kostendeckenden Erstattung?
3. Tierschutzverstöße in landwirtschaftlichen Betrieben auch hier im Oberallgäu sorgen für Vertrauensverlust. Wie stellen Sie sicher, dass unsere Veterinäre ihre Aufgaben zeitnah und umfassend erfüllen können und Verstöße gegen das Tierschutzgesetz schnell und konsequent geahndet werden?
4. Auch Tierschutzvereine leiden unter der immer geringeren Bereitschaft zum Ehrenamt. Wie können Sie in Ihrer Funktion als Landrat zur Zukunftssicherung der Tierheime beitragen um abzusichern, dass die gemeindliche Pflichtaufgabe, die Aufnahme und artgerechte Versorgung von Fundtieren weiterhin sichergestellt werden kann?
Folgende Reaktionen haben wir erhalten:

BürgerBündnis Oberallgäu: Landratskandidat Peter Rist hat sich als einziger schriftlich zu jeder Fragestellung geäußert und das sehr ausführlich und differenziert. Hier eine kurze Zusammenfassung:
Zu 1.: Peter Rist schreibt, dass einer unkontrollierten Vermehrung von (unkastrierten) Katzen und vor allem deren unliebsamen Folgen für die Tiere selbst sowie andere Tiere, unsere Umwelt und unsere Gesellschaft bestmöglich vorzubeugen ist.
Vor einer regionalen oder flächendeckenden Anordnung zur Kastrations- und
Registrierungspflicht steht für ihn die eingehende Erörterung der konkreten
Umstände. Dazu würde er gern das Gespräch mit uns und allen
Betroffenen/Beteiligten suchen. Wichtig sei ihm, die unzuverlässigen Katzenhalter ganz gezielt in den Fokus zu nehmen und nicht die vielen Zuverlässigen mit Auflagen zu belästigen.

Zu 2.: Aus langjähriger Erfahrung als Kämmerer und Finanzbürgermeister meint Herr Rist die Situation sehr gut zu kennen. Stets habe er eine gute gemeinsame Lösung gefunden. Kommunen sind verpflichtet, Fundtiere aufzunehmen, ordnungsgemäß zu verwahren und Besitzern zurückzugeben. Wenn Kommunen keine eigenen Tierheime betreiben, schließen sie mit
Vereinen oder privaten Tierheimen Verträge und haben die Erfüllung der kommunalen Pflichtaufgabe (am besten pauschal und ohne viel Verwaltungsaufwand) auskömmlich zu vergüten.“

Zu3.: Peter Rist meint, bei allen Tierskandalen hätten Behördenleiter versagt und versuchten von der Verantwortung abzulenken. Der Fehler liege im System: Noch immer zwängen politische Parteien samt Pharmaindustrie und Lobbyistenverbände gesunde bäuerliche Betriebe nach dem Motto schneller - größer - billiger zu landwirtschaftlicher Billigproduktion. Das BürgerBündnis OA und Peter Rist wollen diese Missstände beseitigen, Parteipolitik und Lobbyismus auch aus Tierställen verbannen und Ökologie, Sozialem und Kultur den Vorrang einräumen.“ Neben dem Leid, das den Tieren zugefügt wurde, betrachtet Peter Rist als Insider und Verwaltungskenner bei den aufgedeckten Tierschutzskandalen die geradezu perfekt organisierte Unverantwortung der Behörden und Behördenleiter als ebenso skandalös. Bei jedem großen Tierskandal hat aus seiner Sicht der zuständige Landrat als Chef der Veterinärbehörde seine Arbeit nicht gut gemacht. Hier gäbe es für ihn als künftigen Landrat keine Ausreden.

Zu 4.: Peter Rist würde sich auf eine zielstrebige Kooperation und erfolgreiche Zukunftssicherung der Tierschutzvereine und Tierheime im Oberallgäu freuen. Er meint, dass Rahmenbedingungen und Anforderungen nicht immer komplexer werden müssen, gute Lösungen könnten ganz einfach sein. Als erfahrener Behördenleiter verstehe er es, seine Mitarbeitenden dazu anzuleiten, Sachverhalte nicht unnötig zu verkomplizieren, sondern ziel- und lösungsorientiert zu handeln. Darüber hinaus möchte er als Landrat dazu beitragen, dass das Miteinander in der Oberallgäuer Gesellschaft einen hohen Stellenwert hat und sich damit zwangsläufig keine Engpässe im Ehrenamt zeigen sollten.
 
Bündnis 90/die Grünen: Landratskandidatin Christina Mader hat in einem persönlichen Telefonat erklärt, dass unsere Themen zum Teil in einen Antrag an den Kreistag eingeflossen sind, frei nach dem Motto „Aktion statt lange Reden“ ... Das ist natürlich super! Aufgrund dieses Antrags hat sich bereits die Presse gemeldet und uns um ein Interview zum Thema „Kastrationspflicht für Freigängerkatzen“ gebeten.
 
ÖDP: mit Landratskandidat Hubert Müller gab es leider keinen Kontakt. Aber Michael Finger, stellvertretender Vorsitzender der ÖDP hier im Oberallgäu hat sich direkt persönlich gemeldet und unterstützt den Antrag der Grünen. Darüber hinaus hat er sich in der Haushaltsdebatte des Kreistages für die finanzielle Unterstützung der Tierheime stark gemacht und uns versichert, dass wir jederzeit mit Themen auf ihn zukommen dürfen und er uns auch künftig nach Kräften unterstützt.

Freie Demokraten (FDP): Landratskandidat Michael Käser hat darauf verwiesen, dass er zusammen mit neun Kolleginnen und Kollegen aus dem Kreis bereits im Spätsommer 2019 aus eigenem Antrieb das Tierheim
Immenstadt besucht hat. In ausführlichen Gesprächen haben sich die Freien
Demokraten schon damals über die aktuellen Problemfelder der Tierschutzvereine informiert. Die Erkenntnisse dazu sind bereits ins Wahlprogramm wie folgt eingeflossen:
Der Tierschutz im Allgäu muss verbessert werden. Damit die Veterinäre vor
Ort mehr Zeit für die Beratung von Landwirten finden, wird gefordert, die
Beamten von unnötiger Bürokratie zu entlasten. Auch die Finanzierung von Tierheimen im Allgäu müsse auf neue Füße gestellt werden. Deshalb fordern die Freien Demokraten einen Zuständigkeitswechsel von den Kommunen hin zum Landkreis, was die Aufnahme und Pflege von Fundtieren angeht. Durch eine Koordination auf Landkreisebene könnte eine bessere und wirtschaftlichere Versorgung der Tiere gewährleistet werden.

Freie Wähler: Landratskandidatin Indra Baier-Müller hat sich gleich nach
Erhalt unserer Fragen gemeldet und um ein persönliches Gespräch gebeten. Bei ihrem Besuch im Tierheim konnten wir über unsere Problemfelder sprechen. Sehr offen hat sie angemerkt, dass sie sich in diese Themen tiefer einarbeiten muss um fundierte Antworten liefern zu können. Sie hat uns versichert als mögliche künftige Landrätin ein offenes Ohr für unsere Belange zu haben und uns, soweit möglich zu unterstützen.

SPD: Landratskandidat Markus Kuptschka hat sich nicht zu unseren Fragen geäußert

CSU: Landratskandidat Alfons Hörmann hat sich nicht zu unseren Fragen geäußert

AfD: Landratskandidat Herr Schweizer wurde von uns nicht angeschrieben.
 

Liebe Mitglieder, Freunde und Unterstützer, natürlich möchten wir Tierschützer eine Landrätin bzw. einen Landrat, für den der Tierschutz hier im Oberallgäu einen hohen Stellenwert hat.
Daher möchten wir diese Rückmeldungen der Kandidatinnen und Kandidaten mit Euch teilen und darum bitten, die Haltung der einzelnen Kandidaten zum Tierschutz bei Eurer Wahl zu berücksichtigen.
Tiere haben keine Lobby und brauchen unsere Unterstützung, auch und vor allem in der politischen Arbeit.
 

Herzlich Euer
 

Tierschutzverein Sonthofen e.V. Team